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Bedingt durch Hygienemängel in raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) können eine Vielzahl von Krankheitssymptomen ausgelöst werden.
Im Befeuchterwasser von Lüftungsanlagen treten zum Teil stark erhöhte Bakterien- konzentrationen von 1.000.000 Kolonien bildenden Einheiten (KBE) pro ml und mehr auf. Nach der VDI-Richtlinie 6022 sind nur 1.000 KBE/ml zulässig. Unter den pathogenen Keimen sind insbesondere Legionellen zu nennen, die für die bekannte Legionärskrankheit verantwortlich sind. Das Einatmen von mit Legionellen belasteten Aerosolen (feinsten Wassertröpfchen) kann zu schweren Lungenentzündungen führen. Ein erhöhtes Infektionsrisiko durch Einatmen legionellenhaltigen Wassersprühnebels haben Personen mit geschwächtem Immunsystem, mit chronischen Lungenerkrankungen sowie Raucher. Das Erkrankungsrisiko steigt ab einem Alter von 30 Jahren, wobei Männer gefährdeter sind als Frauen. Damit gehören Legionellen zu den gefährlichsten Erregern von Lungenentzündungen.
Das Sick-Building-Syndrom, das im Zusammenhang mit Klimaanlagen genannt wird, beschreibt eine Vielzahl von Befindlichkeits- und Gesundheitsstörungen in klimatisierten Gebäuden. Hierzu zählen u.a. gesundheitliche Beschwerden wie Müdigkeit, Mattigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Konzentrationsstörungen, Augenbrennen, Augenreizungen, Nasenbeschwerden, ein trockener Hals, Halsschmerzen und rheumatoide Beschwerden. Des weiteren sind mikrobielle Vorgänge in Lüftungsanlagen für Geruchsbelästigungen und das Auslösen von Allergien mit verantwortlich. Nicht nur die Vermehrung von Mikroorganismen, sondern auch die abgestorbenen Mikroorganismen stellen eine Gefahr für die menschliche Gesundheit in den belüfteten Innenräumen dar. Die aus abgestorbenen Mikroorganismen frei gesetzten Endotoxine verursachen, wenn sie eingeatmet werden, Fieber mit grippeartigen Symptomen.
Betreiber von RLT-Anlagen müssen daher präventive Maßnahmen ergreifen und dafür Sorge tragen, dass die RLT-Anlagen nach dem Stand der Technik betrieben und instandgehalten werden. Von ihnen dürfen weder Beeinträchtigungen für die Gesundheit noch Störungen der Befindlichkeit und Geruchsbelästigungen ausgehen. Dies bedingt neben der regelmäßigen Wartung auch eine ständige Hygieneüberwachung der RLT-Anlagen. Kosten, die im Zusammenhang mit einer Hygieneinspektion entstehen, werden durch die Vielzahl an Nutzen, die sich für das Unternehmen ergeben, mehr als aufgehoben.
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